keyvisual



Home
Wir über uns
Arbeitsschwerpunkte
Unsere Projekte
Wildtiere in Gefahr
Bleivergiftung
Pestizide
Ölverschmutzung
Rehabilitation
Unterstützen Sie uns
Kontakt
Impressum
Sitemap
Datenschutz

 

Gefahrenquellen für Wildtiere

Freilebende Wildtiere sind heutzutage vielen unterschiedlichen Gefahren ausgesetzt, die anthropogen bedingt sind. Unter den Gefahrenquellen sind Giftstoffe zu nennen, die der Mensch massenweise in die Umwelt einbringt, aber auch der Straßen- und Schienenverkehr sowie Windkraftanlagen und Hochspannungsleitungen, die i.d.R. eine Zerschneidung der Landschaft und somit des Lebensraums von Wildtieren mit sich bringen. Auch der Lebensraumverlust durch die immer weiter zunehmende Zersiedelung der Landschaft stellt für viele Wildtierarten ein Problem dar.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Sie über diese Gefahren näher informieren.

Gifte in der Umwelt richten großen Schaden an

Jedes Jahr werden allein in Deutschland tonnenweise Giftstoffe, darunter Organophosphate/Carbamate (in Pestiziden enthalten) und Rodendizide (Ratten- und Mäusegifte wie Cumarinderivate, Superwarfarine, Zinkphoshid) in die Umwelt eingebracht. Ein Großteil dieser Giftstoffe kann von jedermann erworben und eingesetzt werden. Viel und reichlich werden Pestizide und Rattengifte jedes Jahr von Bürgern eingesetzt, meist ohne dass ihnen dabei bewusst ist, welche schwerwiegenden Auswirkungen das für die Umwelt und Tiere haben kann. Hier erfahren Sie mehr.

Darüber hinaus belastet der Mensch die Umwelt auch weiterhin mit Schwermetallen. Durch das Schießen mit bleihaltiger Jagdmunition werden jedes Jahr große Mengen an Blei in der Natur verteilt. Dieses Blei belastet nicht nur das Erdreich sondern birgt für manche Tierarten, wie z.B. den Seeadler (Haliaeetus albicilla), auch eine tödliche Gefahr. Hier erfahren Sie mehr.

Wussten Sie dass in den letzten 15 Jahren über ein Viertel aller krank und verletzt aufgefundenen Seeadler in Schleswig-Holstein eine Vergiftung aufwiesen?  Der Anteil an Bleivergiftungen lag dabei bei 11%. Andere Vergiftungen, meist Vergiftungen mit Pflanzenschutzmitteln, machten 16% aus.

Tödliche Kost- Diclofenac ist toxisch für Geier und andere Aasfresser

Diclofenac ist ein häufig verwendetes Schmerzmittel in der Humanmedizin, aber es ist toxisch für viele andere Tierarten. Ganz besonders betroffen sind jedoch Geier. Auch bei Adlerarten (Aquila ssp.) konnte die Toxizität dieses Schmerzmittels inzwischen  nachgewiesen werden. Diclofenac und auch einige andere Medikamente aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAIDs) werden nicht nur in der Humanmedizin, sondern auch in der Tiermedizin eingesetzt (vor allem zur Behandlung von Lahmheit bei Rindern).  Wenn mit Diclofenac behandelte Tiere auf der Weide verenden, sind Aasfresser schnell zur Stelle um von dem Kadaver zu fressen. Diese Mahlzeit endet für Geier dann jedoch tödlich, denn schon kleinste Mengen aufgenommenes Diclofenac reichen aus, um die seltenen Vögel zu töten. Zwischen 1992 und 2007 ist die Population des Begalengeiers (Gyps bengalensis) in Indien durch dieses Medikament um 99,9% zurückgegangen.

In Asien hat man das Problem längst erkannt und das Medikament Diclofenac in Pakistan, Bangladesh, Indien und Nepal für den tiermedizinischen Gebrauch verboten.

Um so unverständlicher ist es, dass Diclofenac nun in Europa, nämlich in Spanien, im Jahr 2013 erstmals eine Zulassung für die Anwendung bei Rindern erhielt, obwohl die Problematik für die Geier gut erforscht ist. In Spanien leben neben Gänsegeiern (Gyps fulvus), auch Mönchsgeier (Aegypius monachus), Bartgeier (Gypaetus barbatus) und Schmutzgeier (Neophron percnopterus), sowie viele andere vom Aussterben bedrohte Greifvögel, wie z.B. der Spanische Kaiseradler (Aquila adalberti).  Spanien beherbergt etwas 80% der Geier in Europa.

Das Freie Institut für Wildtierschutz e.V. setzt sich dafür ein, dass das Schmerzmittel Diclofenac in Spanien und EU-weit für den tiermedizinischen Gebrauch verboten wird/ bzw. bleibt.

Ölverschmutzung

Auch wenn die Ölverschmutzung seit den 70er Jahren stark zurückgegangen ist, werden nach wie vor jedes Jahr unsere Gewässer mit Öl verschmutzt. Man geht davon aus, dass jährlich mindestens 1,3 Millionen Tonnen Öl ins Meer fließen. Mehr als die Hälfte davon sind durch den Menschen verursacht. Schiffsunglücke spielen dabei mit weniger als 20% nur eine untergeordnete Rolle. Ein Großteil der anthropogen bedingten Ölverschmutzung entsteht durch den Schiffsverkehr, bei dem absichtlich oder technisch bedingt Öl ins Meer eingeleitet wird. Eine weitere wichtige Rolle spielt die an Land verursachte Ölverschmutzung- ein großer Teil davon gelangt schließlich auch ins Meer. Man schätzt, dass die beiden letzt genannten Quellen fast 40% weltweiten Ölverschmutzung ausmachen.  Auch europäische Gewässer sind hiervon betroffen. Zwischen 1999 und 2004 wurden in europäischen Meeren mehr als 20,000 Öllachen festgestellt.  Eine Häufung findet man v.a. entlang der Schifffahrtsrouten.  

Die chronische Ölverschmutzung sowie Ölunfälle stellen insbesondere für Seevögel eine große Gefahr dar. Hier lesen Sie mehr darüber wie sich Ölverschmutzung sich v.a. auf Vögel auswirkt und wie man ölverschmutzten Vögeln helfen kann.  

 

 

 

Top
Freies Institut für Wildtierschutz e.V. | info@institut-wildtierschutz.de