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Politische Arbeit

Das Freie Institut für Wildtierschutz e.V. setzt sich dafür ein, dass Wildtierschutz auch auf gesetzlicher Ebene besser verankert ist bzw. existierende Gesetze zum Schutz von Wildtieren auch durchgesetzt werden.

 

Foto PD Dr. Kerstin Müller: Bleivergifteter Seeadler, der im Januar 2012 in Schleswig-Holsetin aufgegriffen wurdeWir engagieren uns zum Beispiel dafür, dass es in Deutschland endlich ein Verbot bleihaltiger Jagdmunition sowie ein Verbot von bleihaltigen Angelgewichten gibt. Jährlich wird tonnenweise Blei in die Natur eingebracht, das Wildtieren, wie zum Beispiel den Seeadlern, erheblichen Schaden zufügt. Erfahren Sie mehr hier. Wir beglückwünschen die Schleswig-Holsteinische Landesregierung, die im Mai 2014 ein Gesetz zum Verbot bleihaltiger Jagdmunition verabschiedet hat. Dieses Gesetz ist seit der Jagdsaison 2015/16 in Kraft und wird vielen Tieren das Leben retten. Das Freie Institut für Wildtierschutz e.V. hat sich jahrelang für ein solches Gesetz engagiert. Und wir streiten weiter dafür, dass ein solches Verbot deutschlandweit eingeführt wird.

Zurzeit kämpfen wir dafür, dass das Schmerzmittel Diclofenac, dass erst kürzlich eine Zulassung in Spanien für die Anwendung bei Rindern erhalten hat, wieder vom Markt genommen wird. Diclofenac ist nachgewiesenermaßen hoch toxisch für Geier und andere Greifvögel und hat bereits verschiedene Geierpopulationen in Asien und Afrika an den Rand der Ausrottung gebracht. Lesen Sie mehr hier.

Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass die Rehabilitation von Wildtieren in Privathand oder auch in  Wiltierauffangstationen besser geregelt und kontrolliert wird. Tausende von Wildtieren geraten jedes Jahr verletzt oder angeblich verwaist in die Hände von Privatpersonen. Es ist erschreckend, welchen Grausamkeiten diese Tiere oft ausgesetzt sind, nicht weil die Menschen sie absichtlich quälen, sondern weil die Fachkenntnisse und auch die wildtiergerechte Unterbringung fehlen. Begünstigender Faktor ist, dass es keine klaren Gesetze und Zuständigkeiten für den Bereich der Wildtierrehabilition gibt, und somit auch keine Kontrolle solcher privaten Wildtierpflegestellen. Es ist eine gesetzliche Grauzone, ohne detaillierte Vorgaben oder Richtlinien. In jedem Bundesland und in jedem Landkreis wird anders mit der Problematik umgegangen. Wir sehen hier einen großen Handlungsbedarf. Nicht nur zum Schutz der Wildtiere, die in menschliche Obhut geraten, sondern auch zum Schutz der freilebenden Wildtiere, die am Ende mit fehlgeprägten oder kranken Pfleglinge wieder in Kontakt kommen, sobald diese ausgewildert werden. Die Rehabilitation von Wildtieren kann erfolgreich und sehr sinnvoll sein, wenn sie fachgerecht und in geeigneten, Einrichtungen durchgeführt wird. Solche Einrichtungen müssen durch fachkundiges Personal ausgestattet sein und tier- und artgerechte Haltungs- und Pflegestandards einhalten, sowie regelmäßig kontrolliert werden. Unser Institut setzt sich dafür ein, dass endlich verbindliche Handlungsrichtlinien zur Pflege und zum Umgang mit verletzten und verwaisten Wildtieren geschaffen, und Wildtierauffangstationen besser kontrolliert werden.

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Freies Institut für Wildtierschutz e.V. | info@institut-wildtierschutz.de