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Kooperations- und Netzwerkbildung 

Rehabilitationsnetzwerk für verletzte oder krank aufgegriffene freilebende Seeadler in Schleswig-Holstein

Dr. Elvira v. Schenck, vom Freien Institut für Wildtierschutz e.V., war maßgeblich an der Entwicklung des Rehabilitationsnetzwerkes für freilebende Seeadler in Schleswig-Holstein beteiligt. In dem Netzwerk arbeiten die Projektgruppe Seeadlerschutz Schleswig-Holstein, die Vogelpflegestation des Wildparks Eekholt sowie  das Freies Institut für Wildtierschutz e.V. eng zusammen.  Von dieser Vernetzung profitieren verletzte oder krank aufgegriffene freilebende Seeadler in Schleswig-Holstein.

Warum? Für die Rehabilitation von Seeadlern braucht man ganz spezielle Kenntnisse und Voraussetzungen. Jede der genannten Organisationen hat auf ihrem Gebiet langjährige Kenntnisse und praktische Erfahrungen im Umgang mit freilebenden Seeadlern. Die Projektgruppe Seeadlerschutz kennt die Bedürfnisse und Lebensgewohnheiten der freilebenden Adler und hat genaueste Kenntnisse über die Reviere, Horststandorte und Individuen. Meistens erlangen die Seeadlerschützer als erstes Kenntnis über einen verletzten Adler und können diesen dann bergen. Sie organisieren meistens auch den Transport der Vögel. Der Wildpark Eekholt kennt sich mit der  täglichen Pflege von Adlern aus und ermöglicht die Unterbringung und Versorgung verletzter Tiere. Hierfür wurde von der Projektgruppe Seeadlerschutz eine eigens für Seeadler konstruierte Trainingsvoliere auf dem Gelände des Wildparks errichtet, in der die Adler wieder auf ihre Auswilderung vorbereitet werden können. Das Freie Institut für Wildtierschutz bringt das tiermedizinische Know-How mit und kümmert sich um die Behandlung der kranken Adler, die nach erprobten Standards erfolgt. Der Ablauf der Rehabilitation eines verletzten Adlers wird von uns festgelegt und koordiniert. In speziellen Krankheitsfällen müssen wir die Seeadlerpatienten an weitere Spezialisten überweisen. Hierbei arbeiten wir eng mit der Kleintierklinik der FU Berlin und der Praxis für Vogelmedizin in Wahlstedt zusammen. Darüber hinaus  wertet das Freie Institut für Wildtierschutz die Daten im Zusammenhang mit den Krankheitsgeschehen der Adler wissenschaftlich aus. Hierdurch wurden in der Vergangenheit neue Erkenntnisse über mögliche Gefahrenquellen für freilebende Seeadler in Schleswig-Holstein gewonnen. 

Kurz: Die genannten Organisationen arbeiten bei der Rettung freilebender verletzter  Seeadler Hand in Hand zusammen. Hierdurch werden diese Adler optimal versorgt und behandelt. Im Laufe der Jahre konnten wir so Dutzenden von Seeadlern helfen.

Ein vergiftetes Seeadlerweibchen in der Transportbox

Dr. Elvira v. Schenck untersucht einen adulten Seeadler, der sich das Rabenschnabelbein gebrochen hat

Derselbe Adler mit ausgeheilter Fraktur macht seine Trainingsflüge in der großen Auswilderungsvoliere der Projektgruppe Seeadlerschutz im Wildpark Eekholt

 

 

 

 

  

Sechs Wochen, nachdem sie vergiftet aufgegriffen wurde, fliegt das Seeadlerweib in die FreiheitOberstes Ziel ist die Wiederauswilderung der eingelieferten Vögel. Etwa ein Drittel der Seeadler, die verletzt oder krank aufgegriffen werden, können erfolgreich behandelt und nach einigen Wochen wieder Freiheit entlassen werden. Adler, die so schwer verletzt sind, dass eine Wiederauswilderung nicht möglich ist, werden schnell und tierschutzgerecht von ihren Leiden erlöst. Auch hierdurch wird ein aktiven Beitrag zum Tierschutz geleistet. Nur in wenigen Ausnahmen kann eine Haltung in menschlicher Obhut (Dauerpflege) in Erwägung gezogen werden. Daneben spielt die Umweltbildung und die Aufklärung der Öffentlichkeit eine große Rolle. Somit leistet die Rehabilitation von Seeadlern auch einen indirekten Beitrag zum Artenschutz. Außerdem werden die während einer Rehabilitation gewonnenen Daten der Forschung zugängig gemacht.

Beratung: Seit dem Jahr 2011 nimmt Frau Dr. v. Schenck vom Freien Institut für Wildtierschutz e.V. regelmäßig den Sitzungen der Projektgruppe Seeadlerschutz  in Schleswig-Holstein teil und berät diese in allen wildtiermedizinischen Fragen.

 

Ölvogeleinsatz in Ostende (Belgien) im November 2012

Das Foto von Sascha Regmann (ProBird) zeigt eine verölte Reiherente bei der EingangsuntersuchungDas Freie Institut für Wildtierschutz e.V.  war vom 25.11.- 29.11.2012  als Beobachter und Berater bei einem Ölvogeleinsatz in Ostende (Belgien) vor Ort. Über 120 verölte Vögel wurden im und um den Hafen von Gent (Belgien) verölt, weil ein Schiff nicht ordnungsgemäß betankt wurde. Überwiegend waren Blesshühner (Fulica atra) betroffen, aber auch Reiherenten (Aythya fuligula), Haubentaucher (Podiceps cristatus) und Teichhühner (Gallinula chloropus) befanden sich unter den Ölopfern. Im belgischen Vogelopvang Center Ostende (VOC) wurden die verölten Vögel zunächst stabilisiert, danach gewaschen und anschließend in Schwimmbecken und großen Gehegen auf ihre Auswilderung vorbereitet. 

Mehr zum Thema Ölvogelrehabilitation erfahren Sie hier.

 

Dr. Elvira v. Schenck demonstriert den Untersuchungsgang bei einem verölten Vogel (Foto Sascha Regmann ProBird)Wildtierärztin Dr. Elvira v. Schenck, vom Freien Institut für Wildtierschutz e.V., die jahrelange  Erfahrung auf dem Gebiet der Ölvogelrehabilitation hat, war als Beobachter und Berater vor Ort. Insbesondere bei der klinischen Untersuchung der verölten Vögel, aber auch beim Waschprozess konnte das Freie Institut für Wildtierschutz Hilfestellung bieten. Es ging bei dem Einsatz u.a. darum zu sehen, ob und wie die erst kürzlich gemeinsam vom European Oiled Wildlife Response Team   (EOWRT) beschlossenen Ölvogelrettungsstandards bei dem Ölvogelrettungseinsatz umgesetzt werden. Mitglieder des EOWRT waren vor Ort (z.B. Sascha Regmann von ProBird), so dass der Einsatz vor allem auch dem Austausch von Informationen und praktischen Tipps sowie der Netzwerkbildung innerhalb und außerhalb des Teams galt.

Es bleibt zu sagen, dass der Einsatz ein voller Erfolg war: Vor allem Dank der hervorragenden Arbeit des VOC und der vielen freiwilligen Helfer konnten fast 90% der eingelieferten verölten Vögel wieder freigelassen werden. Auch das Freie Institut für Wildtierschutz e.V. hat durch seine Hilfe zu diesem Erfolg mit beitragen können.

 

Treffen und Training des European Oiled Wildlife Rescue Teams

Am 11. und 12. Januar 2012 fand in Hamburg unter der Schirmherrschaft der Sea Alarm Foundation  (SAF) ein

statt. Das Freie Institut  für Wildtierschutz e.V. war an der Vorbereitung und Durchführung der Trainingseinheit am 12. Januar 2012 maßgeblich beteiligt. Bei dem Training wurde die tonnenschwere Ölvogelrettungsausrüstung von Sea Alarm gesichtet und auf ihren Zustand überprüft. Im Anschluss soll nun ein Management- und Wartungsplan für die Ausrüstung in Hamburg erstellt werden. Auch hieran wird das Freie Institut für Wildtierschutz e.V. mitwirken. Eine umfangreiche und einsatzbereite Ausrüstung ist eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Ölvogelrettungseinsatz.

 

Mitglieder des European Oiled Wildlife Response Teams (EOWRT)

 

 

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