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Schutz, Renaturierung und Vernetzung von Lebensräumen

 

Erlenpflanzung an der Schmalfelder Au

 

Junge Schwarzerlen werden entlang des Ufers eingepflanzt. Die Kinder helfen fleißig mitAm 6.5. 2013 stiftete das Freie Institut für Wildtierschutz e.V. Schwarzerlen für ein Renaturierungsvorhaben an der Schmalfelder Au, westlich der A7.

Auch die Schmalfelder Au ist dem Begradigungswahn zum Opfer gefallen, der Mitte des letzten Jahrhunderts herrschte. Dabei wurden, neben vielem Anderen, auch Erlen zerstört, die ein wichtiger Bestandteil der natürlichen Ufervegetation von Auen sind und  vielen Lebewesen einen Lebensraum bieten. 

Inzwischen hat man erkannt, wie schädlich diese einschneidenden Eingriffe in die Flusslandschaften sind. Die Begradigung von Auen und Flüssen zerstört nicht nur ganze Ökosysteme und raubt damit vielen Lebewesen den Lebensraum, sie verändert auch den gesamten Flusslauf und die Fließgeschwindigkeit des Gewässers. Die natürliche Funktion der Feuchtwiesen entlang von Auen und Flüssen wird außer Kraft gesetzt. Natürliche Auwiesen, die sonst bei Hochwasser große Wassermassen aufgenommen,  und  so die Fließgewässer und deren Deiche stromabwärts entlastet haben, gibt es kaum noch. Durch die Begradigung und Kanalisierung von Flüssen und Auen und die Trockenlegung von Feuchtwiesen durch Drainagen, ist das Flusswasser im Flussbett gefangen und tritt bei schwerem Hochwasser dann unerwartet und unkontrolliert über die Ufer (wir erinnern uns an die Hochwasserkatastrophen 2002, 2005 und ganz aktuell 2013). Die Folgen solcher Hochwasser sind für uns Menschen  schwerwiegend: Dörfer und Städte werden überschwemmt wobei nicht nur Sachschäden in Millionenhöhe entstehen, sondern oft auch Gefahr für Leib und Leben herrscht. 

Inzwischen wird deshalb viel Geld dafür ausgegeben, um die Flüsse und Auen wieder in ihren natürlichen Zustand zurückzuversetzen (Renaturierung).  Hierbei spielen private Initiativen (wie auch in diesem Fall) eine wichtige Rolle.

Inzwischen haben wir die Rückmeldung, dass die Schwarzerlen alle gut anwachsen sind, und wir freuen uns darauf, wenn dieser Uferabschnitt der Schmalfelder Au in Zukunft wieder sein natürliches Erscheinungsbild erhält und viele Lebewesen, darunter Fischotter und Eisvogel, ihren Lebensraum zurückerhalten.

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Freies Institut für Wildtierschutz e.V. | info@institut-wildtierschutz.de