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Bleivergiftungen von Seeadlern 

 

Hochgiftige Schwermetalle, wie z.B. Blei werden vom Menschen nach wie vor in großen Mengen in der Natur verteilt. Blei wird leider immer noch vorrangig bei der Herstellung von Jagdmunition verwendet. Für den Seeadler stellt das Blei eine große Gefahr dar. Diese Vögel sind besonders anfällig für Bleivergiftungen. Ein winziges mit der Nahrung verschlucktes Bleifragment reicht schon aus, um einen Seeadler zu töten. Die Bleisplitter bleiben nach dem Schuss am Wildkörper entlang des Schusskanals haften. Gerade im Aufbruch, der von den Jägern im Revier gelassen wird, befindet sich eine hohe Konzentration dieser Bleisplitter. Besonders junge Adler, die noch nicht so viel Jagderfahrung haben, bedienen sich gerne an diesen Kadaverresten ohne zu wissen, dass dies ihren Tod bedeuten kann. Im Verdauungstrakt wird das Blei schnell gelöst und resorbiert. Über das Blut gelangt das Blei in lebenswichtige Organe und richtet dort großen Schaden an. Blutarmut, Nierenschäden, Atembeschwerden, Durchfall und Schäden des Nervensystems, die sich durch Krämpfe und Gleichgewichtsstörungen äußern, sind nur  einige Auswirkungen von Blei auf den Seeadlerorganismus. Bei einer chronischen Bleivergiftung werden Abmagerung, Ataxie und oft zentral bedingte Blindheit  beobachtet. Oft kommt jede Hilfe zu spät.   

Bleivergiftungen gehören zu den wichtigsten Todesursachen bei Seeadlern. Jäger und Hersteller von Jagdmunition sind aufgefordert, sich ihrer Verantwortung zu stellen und auf bleifreie Munition umzusteigen. Bleifreie Munition ist schon seit Jahren erhältlich. Letztes Jahr wurde zudem ein DEVA Gutachten veröffentlicht, das Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von bleifreier Munition ausräumt.

Wußten Sie, dass das Wildfleisch, dass durch bleihaltige Munition gewonnen wurde auch für den Menschen ein Gesundheitsrisiko bergen kann? Wildfleisch gilt hierzulande als eines der am höchsten mit Blei belasteten Lebensmitteln. Ursache hierfür liegt ausschließlich darin, dass das Wild in den meisten Fällen mit bleihaltiger Jagdmunition erlegt wird. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat nun für Kinder, Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch die Empfehlung ausgesprochen, auf Wildfleisch, dass mit bleihaltiger Munition erlegt wurde, zu verzichten.

Das Freie Institut für Wildtierschutz e.V. fordert ein deutschland- weites Verbot bleihaltiger Jagdmunition.

  

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Freies Institut für Wildtierschutz e.V. | info@institut-wildtierschutz.de